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  • Rheinländer-Küken Blau-Rebhuhnfarbig, Kennfarbig, Freiland, Zweinutzungsrasse, Zweinutzungshuhn

    Hühnchen Adé: mit einem Rezept zum Flexitarier

    Dinge hängen oft zusammen. Manchmal sind die Zusammenhänge aber auch reziprok. Das ist ein schlaues Wort dafür, dass die Sachen zwar zusammenhängen, aber genau umgekehrt als man es annehmen würde. Glaube ich. So hat mich vor knapp anderthalb, zwei Jahren ein tolles Hühnchen-Rezept dazu gebracht, kein Hühnchen mehr essen zu wollen. Kulinarisch minderwertige Teile Wir […]

  • ..lasst uns über’s Töten reden

    ..lasst uns über’s Töten reden

    Eines der schwierigsten, weil mit sehr vielen Emotionen verbundenes, Thema in der Landwirtschaft ist das Schlachten und damit einhergehend das Töten von Tieren. Was ich so bisher zu dem Thema gelesen habe, war meist sehr, wie soll man sagen, wenig offen für Nachfragen. Die Aussage war „das ist so wie ich sage, komm damit klar!“ […]

  • Gedanken eines Landwirtes zum Milchkauf

    Gedanken eines Landwirtes zum Milchkauf

    Schon mal wie der Ochs‘ vorm Berg am Milchregal im Supermarkt gestanden? Ich auch. Ich wurde gebeten, eine Art „Milchkauf-Hilfe“ zu schreiben und habe mir die letzten Tage dazu Gedanken gemacht. Meine Schwierigkeit ist, dass ich nicht sagen möchte „hier, kauf diese Milch“, sondern eine kleine Hilfe zur Selbsthilfe bieten möchte. Das ist also der […]

  • küken, maran, weiß, weidehuhn

    Endlich vorgestellt: das Hofhuhn-Projekt

    „Zack, so schnell sind zwei Monate um“, wollte ich schreiben. Es sind drei Monate, die ich inzwischen wieder zuhause bin. Seit diesen drei Monaten läuft auch schon das Hofhuhn-Projekt und ich muss sagen: es läuft gut. In dem Moment, in dem mir klar war, dass ich Mitte April wieder nachhause zurückkehren werde und damit meine […]

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    Hofhuhn im SWR: Kaffee oder Tee mit Ingmar

    Ein ziemlicher Husarenritt; aber ein lohnender, glaube ich. Gestern früh bin ich nach dem Stall nach Baden-Baden gefahren. Unterwegs habe ich in Birkenfeld noch zwei Supermärkte mit unseren Produkten versorgt. Nach einem langen, vollen aber routiniert-entspannten Nachmittag im VIP-Gästebereich von „Kaffee oder Tee“ ging es in der 2. Stunde der Sendung für mich „live on […]

Alles vom "Hofhuhn" Gedanken, Hintergründe, Ideen

Hintergründe

Das Hofhuhn-Projekt

In den letzten Jahren kam Bewegung in die Hühnerhaltung. Die Diskussion um geschredderte oder vergaste Eintagsküken hat mit verschiedenen Lösungsansätzen für ein klein bisschen Verbesserung gesorgt. Ich finde aber, dass es noch lange nicht „gut“ ist.
Legehennen werden unverändert so gezüchtet, dass sie 14 Monate am Stück Eier produzieren und dann ausgelaugt ausgetauscht werden. Nötig wäre, ihnen die natürliche Mauser im Spätsommer und Pause im Winter zuzugestehen. Diese bräuchten sie um gesund länger leben zu können. Gekauft werden die neuen Hennen auch im Biobereich meist von speziellen Aufzuchtbetrieben. Diese bekommen die Küken von zentralen Zuchtbetrieben. Der Betrieb auf der Eierpackung füttert die Tiere während ihres kurzen Legelebens meist, oder zumindest in großen Teilen, mit aufwändig produziertem Zukauffutter. Sonst haben die Höfe mit ihren Hühnern aber nicht viel gemeinsame Geschichte.
Die Hähne zu den Hennen werden wahlweise im Ei oder am ersten Tag getötet, oder können – werden sie denn aufgezogen – kaum vermarktet werden. Für Hühnerfleisch werden spezielle Masthybriden nach kürzester Mastzeit geschlachtet, kurz bevor sie körperlich kollabieren würden. Ernährt werden die Tiere mit Futter, das sie in Nahrungskonkurrenz zum Menschen stellt. Alles, weil der Massenmarkt lieber billig als gut kauft. Das gilt für den Ökobereich genau wie in der konventionellen Landwirtschaft.
Kolleg*innen und Berater*innen während meiner Arbeit in der ökologischen Hühnerhaltung haben mich oft ein bisschen belächelt: Hühner so halten zu wollen wie ich, widerspricht den Gesetzen des Marktes.


Das Hofhuhn-Projekt soll der Beginn einer Gegenbewegung sein. Gemeinsam getragen von allen, die Eier und Hühnerfleisch nicht nur in „okay“ haben möchten, sondern kompromisslose Veränderung wünschen. So vielfältig wie die Höfe soll auch die Hühnerhaltung sein. Wie seit Jahrzehnten in fast allen Bereichen der Biolandwirtschaft etabliert, sollen auch die Hühner ein gesundes Weniger an Leistung bringen dürfen, um mehrere Jahre gesund erleben zu können.
Hähne wie Hennen sollen ihren Wert haben. Sie sollen die Zeit bekommen die sie brauchen, um ein tolles Produkt zu abzuliefern. Den Hennen soll ihre natürliche Legekurve mit einer Mauser, also Regenerationsphase im Spätsommer und weniger Eiern im Winter zugestanden werden. In der Zeit brauchen sie die Energie für sich selbst, statt sie in Eier zu stecken. Bauernhöfe, Gärtnereien und SoLawis sollen das Wissen über Hühnerzucht zurückbekommen, um selbst und unabhängig Hühner züchten zu können, die sich über die Zeit auf den Betrieb und seine speziellen Bedingungen einstellen können. Dieses Wissen ist in den letzten Jahrzehnten von den Höfen verschwunden.

Hintergründe

Das Hofhuhn-Projekt

In den letzten Jahren kam Bewegung in die Hühnerhaltung. Die Diskussion um geschredderte oder vergaste Eintagsküken hat mit verschiedenen Lösungsansätzen für ein klein bisschen Verbesserung gesorgt. Ich finde aber, dass es noch lange nicht „gut“ ist.
Legehennen werden unverändert so gezüchtet, dass sie 14 Monate am Stück Eier produzieren und dann ausgelaugt ausgetauscht werden. Nötig wäre, ihnen die natürliche Mauser im Spätsommer und Pause im Winter zuzugestehen. Diese bräuchten sie um gesund länger leben zu können. Gekauft werden die neuen Hennen auch im Biobereich meist von speziellen Aufzuchtbetrieben. Diese bekommen die Küken von zentralen Zuchtbetrieben. Der Betrieb auf der Eierpackung füttert die Tiere während ihres kurzen Legelebens meist, oder zumindest in großen Teilen, mit aufwändig produziertem Zukauffutter. Sonst haben die Höfe mit ihren Hühnern aber nicht viel gemeinsame Geschichte.
Die Hähne zu den Hennen werden wahlweise im Ei oder am ersten Tag getötet, oder können – werden sie denn aufgezogen – kaum vermarktet werden. Für Hühnerfleisch werden spezielle Masthybriden nach kürzester Mastzeit geschlachtet, kurz bevor sie körperlich kollabieren würden. Ernährt werden die Tiere mit Futter, das sie in Nahrungskonkurrenz zum Menschen stellt. Alles, weil der Massenmarkt lieber billig als gut kauft. Das gilt für den Ökobereich genau wie in der konventionellen Landwirtschaft.
Kolleg*innen und Berater*innen während meiner Arbeit in der ökologischen Hühnerhaltung haben mich oft ein bisschen belächelt: Hühner so halten zu wollen wie ich, widerspricht den Gesetzen des Marktes.


Das Hofhuhn-Projekt soll der Beginn einer Gegenbewegung sein. Gemeinsam getragen von allen, die Eier und Hühnerfleisch nicht nur in „okay“ haben möchten, sondern kompromisslose Veränderung wünschen. So vielfältig wie die Höfe soll auch die Hühnerhaltung sein. Wie seit Jahrzehnten in fast allen Bereichen der Biolandwirtschaft etabliert, sollen auch die Hühner ein gesundes Weniger an Leistung bringen dürfen, um mehrere Jahre gesund erleben zu können.
Hähne wie Hennen sollen ihren Wert haben. Sie sollen die Zeit bekommen die sie brauchen, um ein tolles Produkt zu abzuliefern. Den Hennen soll ihre natürliche Legekurve mit einer Mauser, also Regenerationsphase im Spätsommer und weniger Eiern im Winter zugestanden werden. In der Zeit brauchen sie die Energie für sich selbst, statt sie in Eier zu stecken. Bauernhöfe, Gärtnereien und SoLawis sollen das Wissen über Hühnerzucht zurückbekommen, um selbst und unabhängig Hühner züchten zu können, die sich über die Zeit auf den Betrieb und seine speziellen Bedingungen einstellen können. Dieses Wissen ist in den letzten Jahrzehnten von den Höfen verschwunden.

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Der Autor

Ich bin Ingmar Jaschok und schreibe, spreche und stehe verantwortlich für diese Seite, die angeschlossenen Social-Media-Kanäle und den Hofhuhn-Podcast. 
Texte und Töne habe ich schon seit meiner Schulzeit geschaffen und auch schon früh über Praktika bei Zeitung und Radio Profis über die Schulter geschaut. Nach dem Abitur begann ich mich während einer anderthalbjährigen Phase in Schweden mit dem Medium Blog zu beschäftigen. Im Anschluss, während meiner landwirtschaftlichen Ausbildung und einer anschließenden Studienzeit in Kiel habe ich das Schreiben weitergeführt und neben Tätigkeiten für Magazine und Firmen, auch Social-Media-Kanäle verwaltet. 

Seit meiner Rückkehr in die landwirtschaftliche Praxis konzentriere ich mich auf das „Hofhuhn-Universum“ zwischen diesem Blog, den sozialen Netzwerken Instagram und Facebook und meinem Podcast, der überall verfügbar ist. 

  • Landesschau Rheinland-Pfalz: Der Hofhuhn-Blog

  • Essgeschichten: Die Milch macht's

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